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Donnerstag, 29. Dezember 2005

Maximilian, 70

Pensionierter Beamter, Abonnent und aufmerksamer Leser einer Tageszeitung. Besucht derzeit gerade einen Computerkurs fuer Senioren.

Johanna, 36

Zweifache Mutter, Alleinerzieherin, Teilzeitbeschäftigt. Schnelle Information, Entspannung und Zerstreuung über TV-Konsum.
Das RADIO läuft ca. 5 Stunden am Tag. Johanna hat aber nur selten Zeit und Muse bewußt hinzuhören. Einen COMPUTER hat Johanna nicht zu Hause. Für eine Anschaffung fehlen Zeit und Geld. Eine ZEITUNG ist einmal in der Woche abonniert. Diese liest Johanna am Wochenende. Der FERNSEHER ist ihre einzig regelmäßige Informations- und Unterhaltungsquelle. Während Johanna Vorbereitungen für den nächsten Tag trifft, sieht sie die Nachrichten. Bei späteren Fernsehsendungen, die sie vom Sofa aus sieht, schläft sie immer ein. Das HANDY ist in Johannas Alltag sehr wichtig. Nur so kann sie ihren Tag organisieren. Johanna verwendet das Mobiltelefon ausschließlich zum Telefonieren und als Telefonverzeichnis. SMS kann sie auch versenden, ihr ist ein Telefongespräch aber lieber.

Charly, 15

Charly besucht das Gymnasium in einer 350.000 Einwohner-Stadt. In seiner Freizeit trifft er sich am liebsten mit seinen Freunden auf ein COMPUTERspiel, dabei testen sie die Leistungsfähigkeit ihrer PCs.

Die Medienkultur von Charly sieht wie folgt aus:

Der COMPUTER ist Medium Nr. 1 für Charly. Er verwendet ihn für seine Hausarbeiten und aber auch zum Surfen und Spielen. Über das Internet holt er sich Informationen oder chattet mit seinen Freunden. Einmal in der Woche trifft er sich mit seinen Freund auf verschiedene PC-Spiele (Fußball, Ralley, etc.). Der FERNSEHER läuft bei Charly ca. 2 bis 3 Stunden täglich. "Die Glotze lasse ich einfach rennen. Am Musikkanal ist oft ein guter Sound. Nur wenn etwas cooles läuft, schau ich beewusst rein und dreh lauter" so Charly. Musik hört Charly über seinen MP3-Player. In der Wohnung gibt es einen RADIO. Dieser wird aber nie von Charly bedient. Die ZEITUNGist täglich abonniert. Charly liest sie aber nicht wirklich, er blättert sie manchmal durch und überfliegt dabei nur die Schlagzeilen und Bilder. Sein HANDYhat Charly immer bei sich. Natürlich verwendet er es zum Telefonieren, an seine Freunde versendet er aber meist SMS und MMS.

Medienkultur

Medien und Kultur stehen in Wechselbeziehung: Kommunikationsmedien überliefern Werte und Normen einer Kultur, Kultur liefert Medieninhalte (Tradierung, Diskurs). Durch den massiven Einsatz und grossen Stellenwert, welche die Kommunikationsmedien heute einnehmen, können Kultur und Medium nicht voneinander getrennt werden. Durch die globale Vernetzung können Normen und Werte nicht mehr auf einen bestimmten Teil der Erde beschränkt werden. Es entwickeln sich Kulturen der jeweiligen Mediennutzer.

"Unsere Sprachen sind unsere Medien. Unsere Medien sind unsere Metaphern. Unsere Metaphern schaffen den Inhalt unserer Kultur." (Postman 2003, S. 25)

Quelle: Wir amüsieren uns zu Tode, Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie

Kultur

Kultur ist als Überbegriff für bestimmte Gewohnheiten, Rituale und Traditionen einer Bevölkerungsgruppe zu verstehen. Werte und Normen der Kultur werden von Generation zu Generation tradiert. Die ursprüngliche und direkte Form der Überlieferung ist das gesprochene Wort (Erzählungen). Durch neue Techniken und Technologien verändert sich die Art der Überlieferung. Dies beeinflusst wiederum die Gewohnheiten und Traditionen einer Kultur.

"Kultur ist zwar ein Produkt der Sprache, aber von jedem Kommunikationsmedium wird sie neu geschaffen, von der Malerei und den Hieroglyphen ebenso wie vom Alphabet und vom Fernsehen." (Postman 2003, S. 19)

Quelle: Wir amüsieren uns zu Tode, Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie

Medien

Medien sind Objekte, welche die Überlieferung von Botschaften ermöglichen. Durch komplexe signifikante Symbolsysteme (z. B. Sprache, Schrift) ist die Codierung (Verschlüsselung) und Decodierung (Verstehen) von von Botschaften für einen Grossteil eines Kulturkreises möglich.
Das gesprochene Wort ist die ursprünglichste Form von Kommunikation. Neue Techniken und Technologien haben zahlreiche komplexe Kommunikationsformen ermöglicht. Die in einer Kultur verfügbaren Kommunikationsmedien nehmen grossen Einfluss auf den Diskurs und somit auch auf die Orientierung der intellektuellen und sozialen Bestrebungen innerhalb der jeweiligen Gesellschaft (vgl. Postman 2003, S. 15).

Quelle: Wir amüsieren uns zu Tode, Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie

Aktuelle Beiträge

haben schon eine...
... mail an ml geschrieben und er hat folgendes zurückgeschrieben: "hallo ,...
Gruppe 2 - 14. Feb, 09:46
... geht leider nicht
du willst für computer, fernseher usw. ein bild...
Gruppe 2 - 14. Feb, 09:44
Hi
Ich würde noch gern einige Bilder zu den einzelnen...
Gruppe 2 - 13. Feb, 17:22
:-)
ich hab ja ein richtig schlechtes gewissen, wenn ich...
Gruppe 2 - 13. Feb, 17:19
...
skypenyx ... mein nick unter skype.
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